Dr. Claudia Wick spricht über Lexikographie zwischen Zettelkasten und Datenbank
[ROSTOCK NACHRICHTEN, 18.05.2012] Die schiere Datenmenge, welche bei der Erfassung einer ganzen Literatur anfällt, stellt lexikographische Arbeiten vor ein Machbarkeitsproblem – eine individuelle Analyse jeder Einzelstelle wird nahezu unmöglich, weil der Bearbeiter in der Datenflut unterzugehen droht. Es gilt daher, wohldurchdachte Kompromisse zu finden. Die Grenze zwischen Möglichem und Machbaren kann sich allerdings verschieben, wenn neue, effiziente Hilfsmittel den Forschern die Arbeit erleichtern oder sogar abnehmen.
Moderne, digitale Instrumente für die klassische Philologie hätten auch beim über hundertjährigen Wörterbuchprojekt „Thesaurus linguae Latinae“ Einzug gehalten – doch sie hätten auch den Rechtfertigungsdruck für das Unternehmen gefährlich erhöht. Weiterlesen

