Pflegestützpunkt in Rostock eröffnet: Umfassende Beratung für Betroffene und Angehörige

Bestehende pflegerische und soziale Angebote besser miteinander vernetzen

[ROSTOCK NACHRICHTEN, 05.07.2011] Insgesamt leben in Mecklenburg-Vorpommern über 61.400 Pflegebedürftige (Stand: Dezember 2009) – 72 Prozent (rund 44.400 Personen) werden dabei zu Hause betreut, 28 Prozent (circa 17.000) in Heimen. Mit der Errichtung eines gemeinsamen „Pflegestützpunktes“ in der Hansestadt Rostock ist nun am 4. Juli 2011 ein neues Beratungsangebot für Pflegebedürftige und deren Angehörige offiziell eröffnet worden:
Der Pflegestützpunkt befindet sich in den Räumen 1 und 2 des Ortsamtes Nordwest II in der Warnowallee 30 im Stadtteil Lütten Klein. Im Stützpunkt arbeiten vier Beraterinnen der Pflegekassen und der Hansestadt. Er ist dienstags von 9 bis 12 und von 13.30 bis 17 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 sowie von 13.30 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Telefonisch ist er unter (0381) 381 – 15 06 sowie – 15 08 erreichbar. Träger der neuen Einrichtung sind die Pflegekassen und die Hansestadt Rostock mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Gesundheit.
Sozialministerin Manuela Schwesig begrüßte, dass in Rostock nun ein weiterer Pflegestützpunkt in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet habe – sie brauchten die „Pflegestützpunkte“ im Land, um Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor Ort umfassend über Pflegeangebote und sonstige Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten zu beraten. Die Einrichtung trage auch dazu bei, die bestehenden pflegerischen und sozialen Angebote besser miteinander zu vernetzen. Sie freue sich sehr, dass Rostock dies erkannt und umgesetzt habe, so die Ministerin.
Das Hauptziel des „Pflegestützpunktes“ bestehe darin, Patienten und ihren Angehörigen eine zentrale Anlaufstelle zu bieten und sie unabhängig zu beraten. Das Team des „Pflegestützpunktes“ sei darauf eingestellt, Patienten – falls erforderlich – auch zu Hause aufzusuchen.
So könnten notwendige Gespräche geführt werden, ohne dass Patienten die für sie in vielen Fällen unmögliche oder beschwerliche Fahrt zum Gesundheitsamt auf sich nehmen müssten, betonte Dr. Liane Melzer, Senatorin für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule, Sport und Kultur der Hansestadt Rostock.
Das Thema Pflege werde in einer stetig alternden Gesellschaft immer wichtiger. Um die nicht immer einfache Betreuung des Partners oder eines Angehörigen meistern zu können, spielten Information und Beratung für die pflegenden Familien eine herausragende Rolle. In enger Kooperation mit der Hansestadt Rostock böten die Pflegekassen im neuen „Pflegestützpunkt“ nun eine noch umfassendere und zugleich neutrale Beratung an, so Gerlinde König, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost.
Das Wichtigste für eine gute Beratung der Versicherten sei neben dem hohen Kenntnisstand der Beratenden vor allem eine exzellente Vernetzung zwischen allen Partnern der Stützpunkte. Erst dann könnten sie gewährleisten, dass die Menschen das bekommen, was sie eigentlich wollten – eine kompetente Beratung und Unterstützung „aus einer Hand“, so Karl Nagel, Leiter der vdek Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.

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