Rostock fordert Mindestlöhne für Reinigungsdienstleistungen und das Wachgewerbe

OB Roland Methling tritt für Glaubwürdigkeit, Menschenwürde und Lebensqualität ein

[ROSTOCK NACHRICHTEN, 28.10.2011] Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling unterstützt die Einführung eines Mindestlohnes von 8,50 Euro auch auf kommunaler Ebene:
Die Hansestadt Rostock werde noch in diesem Jahr bei ihren Vertragspartnern für Reinigungsdienstleistungen und Wachdienste auf die Einhaltung von Mindestlöhnen dringen. Dazu habe er jetzt einen entsprechenden Auftrag an die zuständige kommissarische Senatorin ausgelöst. Er rechne mit einem ersten Vorschlag bis Ende nächster Woche, so OB Methling. Dies betreffe das Rathaus, aber auch andere Verwaltungsstandorte und kommunale Einrichtungen wie die Schulen und Museen. Natürlich bedeute dies eine Mehrbelastung für den städtischen Haushalt.
In einem zweiten Schritt sollten im ersten Halbjahr 2012 Regularien für Auftragsvergaben erarbeitet werden, die die Einhaltung von Mindestlöhnen nicht nur bei der Verwaltung, sondern auch in kommunalen Unternehmen gewährleisten. Natürlich koste das Geld. Aber dies habe auch etwas mit Glaubwürdigkeit, mit Menschenwürde und mit Lebensqualität zu tun, sagt der OB. Wer in Vollzeit einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, müsse mit dem Einkommen ein würdiges Leben ohne notwendige Zuschüsse des Staates führen können. Man dürfe nicht zulassen, dass geringe Löhne auf Dauer ein Marketing-Argument für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern würden, und man sich andererseits über Abwanderung beklage.

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