Rostocker Hafen muss sich weiter entwickeln

Wirtschaftliche Stellung des Rostocker Hafens

Beim 5. Hafenforum am Montag, 11.November 2013, stand eine kontroverse
Diskussion zu den Auswirkungen des Entwurfs der Seehafenprognose 2030
des Bundes auf die flächenhafte Entwicklung für Umschlag, Logistik,
Gewerbe und Industrie des Seehafens Rostock im Fokus. Die
Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und
Landesentwicklung Ina-Maria Ulbrich skizzierte in diesem Zusammenhang
die zentrale wirtschaftliche Stellung Rostocks mit seinem Hafen für das
gesamte Land. Sie stellte die unterschiedlichen zurzeit im Land
praktizierten Bürgerbeteiligungsformen vor und lobte die Aktivitäten des
Rostocker Hafenforums.

Prognose liegt bei einem schwächeren Güterumschlag als bisher

Der Bund prognostiziert einen schwächeren Zuwachs beim Güterumschlag
als bislang erwartet. Daraus abgeleitet ergab sich die Forderung
insbesondere aus Sicht des Naturschutzes, die geplanten
Erweiterungsflächen für Häfen und maritime Wirtschaft zu reduzieren.
Im Spannungsfeld der widerstreitenden Interessen wogen die Teilnehmenden
konträre Argumente ab. Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich und Rostocks
Oberbürgermeister Roland Methling betonten dabei, wie wichtig die
Entwicklung der Regiopole Rostock für das ganze Land ist. Vor diesem
Hintergrund sollte der eingeleitete Planungsprozess kritisch begleitet
und dringend fortgesetzt werden.

Zur Ausformung der Flächenkulisse sollen raumplanerische Untersuchungen
bis 2015 im Bereich der Vorbehaltsgebiete Rostock Seehafen-West und
–Ost neue Erkenntnisse zur Nutzung dieser Flächen für die künftige
Hafenentwicklung bringen. Die Studie bildet auch die Grundlage zur
Vorbereitung einer kommunalen Bauleitplanung im Bereich der beiden
Vorbehaltsgebiete. Im Ergebnis dieser Untersuchungen können konkrete
Aussagen über potentielle Flächeninanspruchnahme getroffen werden.

Gemeinsame Lösungsfindung

Während des Treffens stellte die Hansestadt Rostock konkrete
Schallschutzmaßnahmen zur Konfliktminimierung zwischen der Ortslage
Nienhagen und dem südlich angrenzenden Güterverkehrszentrum sowie dem
geplanten Großgewerbestandort im Westen vor. Das nächste Hafenforum wird
am 12. Mai 2014 stattfinden.

Das Rostocker Hafenforum bietet bereits seit zwei Jahren eine
Diskussionsplattform unter Moderation von Professor Wolfgang Nieke für
Vertreter aus Politik und Verwaltung der Landes wie der kommunalen Ebene
und der Bürgerinitiativen. Das Podium wird dabei mit Experten aus
Regionalplanung, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie der
Universität Rostock komplettiert. Ziele des Forums sind der
gegenseitige Informationsaustausch der Prozessbeteiligten und die
gemeinsame Lösungsfindung bei den anstehenden Planungsideen. Dies sei
keine Hafenplanung mit der „Brechstange“, wie Staatssekretärin
Ina-Maria Ulbrich betonte, sondern ein verantwortungsvoller fairer
Dialog im Sinne der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung der Stadt.

Related posts

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen