Schiffe aus Beton: Vortrag von Museumsleiter Dr. Peter Danker-Carstensen am 8. März 2012

In und nach beiden Weltkriegen wurde der Betonschiffbau aktuell, weil Stahl ein knapper Baustoff war

[ROSTOCK NACHRICHTEN, 05.03.2012] Das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum auf dem „Traditionsschiff“ im IGA Park lädt am 8. März 2012 um 16 Uhr zu einem besonderen Vortrag ein:
Museumsleiter Dr. Peter Danker-Carstensen referiert zum „Betonschiffbau in Deutschland 1917 bis 1945“.
Holz, Eisen und Stahl sind die traditionellen Werkstoffe für den Schiffbau, aber auch Aluminium und glasfaserverstärkte Kunststoffe werden im Bootsbau eingesetzt. Ungewöhnlich aber sind Schiffe mit Rümpfen aus Beton. Dabei hatte der französische Graf Lambot schon 1854 in Paris ein Betonboot hergestellt. In und nach beiden Weltkriegen wurde der Betonschiffbau aktuell, weil Stahl ein knapper Baustoff war.
Erhalten blieben von dieser seltenen Spezies der 1921 gebaute Schlepper „PAUL KOSSEL“ im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven, der Seeleichter „RIVERBOAT“ in Lübeck, das Küstenmotorschiff „TREUE“ in Bremen, ein vor Redentin auf den Grund der Wismarer Bucht gesetzter Seeleichter und das Schwesterschiff „CAPELLA“ im Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum in Rostock. Letztere wurden alle 1943/44 gebaut und markieren mit ihrer Schalenbauweise einen Wendepunkt im Betonschiffbau.

Weitere Informationen zum Thema:

SCHIFFBAU- UND SCHIFFFAHRTSMUSEUM
Erlebniswelt an Bord

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