Unsinkbar. Das Wikingerschiff in Werbung, Kunst und Alltag: Ausstellung geht zu Ende

Rostocks „Lange Nacht der Museen“ auch auf dem „Traditionsschiff“

[ROSTOCK NACHRICHTEN, 26.10.2011] Die diesjährige Eröffnungsveranstaltung der Rostocker „Langen Nacht der Museen“ am 29. Oktober findet um 18 Uhr auf dem „Traditionsschiff“ im „IGA Park“ in Schmarl statt:
Doch auch schon Stunden vorher lohne es sich vorbei zu schauen, denn um 16 Uhr werde das 2010/11 auf der museumseigenen Bootswerft entstandene hölzerne Fischerboot getauft. Erwartet werde dazu die Malerin und Grafikerin Carola Pieper aus Althagen, die auch für den Namenszug am Bootskörper sorge. Gebaut worden sei das Boot nach einem originalen, allerdings nicht mehr restaurierungsfähigen Vorbild, einem 1901 gebauten Fischerkahn – einem „Heuer“ von der Insel Usedom.
Pünktlich um 18 Uhr sollen dann die Freizeit-Wikinger der Rostocker „Warnow Wölfe“ und die Puppenspielerin Martje Haselbach vom „Heidentheater“ die Premierengäste des Abends zu einer kurzweiligen Show auf Deck des bunt illuminierten Museumsschiffes erwarten. In „Das Erwachen des Kriegers“ gehe es recht turbulent zu, denn das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock habe nicht nur die Wikingerschiffausstellung, sondern auch einen ruhmreichen Wikingerkrieger an Bord, der vor Jahrhunderten im Verlauf einer Schlacht gefallen sei – nur irgendwie wolle dieser nicht so richtig Ruhe geben, und auch seine alten Gefährten tauchten an Bord des Traditionsschiffes auf… Die beiden neugierigen Wikingerhandpuppen „Ask“ und „Embla“ vom Heidentheater würden an Bord des Museumsschiffes auf den ruhelosen Krieger und seine Leute von den „Warnow Wölfen“ treffen, was eine interessante Vorstellung mit „echten“ Wikingern, ihren Waffen und Mythen aus alter Zeit verspreche.
Wenn das Klirren der Waffen verstummt ist, bietet das Museum eine Reihe weiterer Aktionen, darunter ein „Wikinger-Quiz“ für Kinder und Führungen durch die am darauf folgenden Tage zu Ende gehenden Ausstellung „Unsinkbar. Das Wikingerschiff in Werbung, Kunst und Alltag“. In der Ausstellung sind auch die beiden Wikingerhandpuppen „Ask“ und „Embla“ aktiv, die vor allem das junge Publikum in die Welt der Wikinger entführen. Für das leibliche Wohl der Museumsbesucher soll ein Familiencafè in der „Offiziersmesse“ des „Traditionsschiffes“ Sorge tragen.
Aber auch in den anderen Bereichen des Museumsschiffes sei während der Museumsnacht etwas los. So möchten ehemalige Fahrensleute mit den Museumsbesuchern ins Gespräch kommen. Auf der Brücke empfängt Kapitän a.D. Gerd Peters die Museumsgäste, im Funkraum kann man dem Funker über die Schulter schauen oder in der Seefunk-Ausstellung das Morsealphabet erlernen. In der gerade neu aufgebauten Ausstellung „Rostocker Hochseefischerei“ stehen ehemalige Hochseefischer Rede und Antwort und im Maschinenraum trifft man den Chief a.D. Dieter Pevestorf. Mit weiteren Mitmachangeboten wartet das Museum an einer Mal- und Bastelstation, am Miniport mit ferngesteuerten Schiffsmodellen und an einer Reeperbahn auf, wo Seile geschlagen und Seilfender hergestellt werden können.
Für alle Bücherfreunde hält der Förderkreis für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum in der Hansestadt Rostock e.V. einen reichhaltigen Bücherflohmarkt bereit, auf dem man nach Herzenslust stöbern kann. Über 1.000 Bücher warteten darauf, von Literaturfreunden neu entdeckt zu werden – die gesamte Bandbreite der unterschiedlichen Genres sei vertreten, darunter Science Fiction, Krimis, Kochbücher, Rostock-, Reise- und maritime Literatur.
Das „Traditionsschiff“ ist per Bus-Shuttle vom Depot 12 und per Schiffstransfer vom Neuen Strom in Warnemünde aus erreichbar.

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